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Sol

Linkswissenschaftlerin

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1

Freitag, 13. Februar 2009, 10:03

Wie erkenne ich einen guten Züchter?

Wenn ich meine Vögel direkt vom Züchter hole, hat das den Vorteil, dass ich überprüfen kann, unter welchen Bedingungen die Vögel gehalten werden und ob es im Schwarm Gesundheitsprobleme gibt oder nicht. Aber wie erkenne ich einen guten Züchter? Ich habe inzwischen schon recht viele Züchter besucht, die ihre Wellis unter ganz unterschiedlichen Bedingungen halten. Teilweise war ich von den Konditionen richtiggehend entsetzt. Es gibt zum Glück auch gute Züchter. Aber wie erkenne ich sie? Ich fange mal mit ein paar Merkmalen an, vielleicht habt ihr Lust, noch mehr hinzuzufügen………….

Viele Züchter beliefern den Zoofachhandel. Ihr Ziel ist es, möglichst viele Vögel zu produzieren, um mit der Vogelzucht ein (Neben)geschäft zu betreiben. Da bleibt der einzelne Vogel schon mal auf der Strecke. Nötige Tierarztbesuche finden oftmals nicht statt, weil man die Kosten für Dutzende oder Hunderte von Vögeln nicht aufbringen kann. Also sucht man sich möglichst einen Hobbyzüchter. Wenn man Glück hat, findet man jemanden, der aus Liebe zu Wellensittichen züchtet und für optimale Haltungsbedingungen sorgt. Wenn man Pech hat, landet man bei einem Züchter, dem grundlegende Kenntnisse fehlen und der dadurch auch nur mangelnde Haltungsbedingungen bietet. Ein wichtiges Kriterium ist immer die Hygiene. Man sollte sich immer auch die Zuchtanlage zeigen lassen. Und man sollte gezielt nachfragen, ob und wo der Züchter Vögel hinzukauft und ob er die Neuzugänge vom Tierarzt kontrollieren lässt bzw. ob sie eine Quarantäne unterlaufen. Zu schnell können sonst Krankheiten eingeschleppt werden – die man selber dann zu sich nach Hause importiert.
Man sollte auch nachfragen, wie oft im Jahr die Vögel zur Brut angesetzt werden. In einer kommerziell ausgerichteten Zucht sollen die Vögel Leistung bringen, also möglichst oft brüten. Aber Wellensittiche sollten nicht öfter als 2 Bruten im Jahr haben, weil sonst die Henne und zwangsläufig auch die Jungen zu geschwächt werden.

Dann bleiben noch die Unterschiede zwischen einem Schauwellensittichzüchter und einem Züchter von Hansibubis. Ersterer züchtet mit dem Ziel, einen Wellensittich heranzuzüchten, der einem bestimmten Schönheitsideal entspricht und stellt seine Vögel auf Schauen aus. Das ist natürlich kein sehr tierfreundliches Verhalten. Aber ich habe festgestellt, dass Schauwellensittichzüchter ihren Vögeln meistens optimale Haltungsbedingungen bieten. Wenn man sich klarmacht, dass diese Vögel oft mehrere hundert, sogar tausend Euro kosten, versteht man, warum ihnen eine perfekte Hygiene und eine ausgewogene Ernährung geboten werden. Bei einem Züchter der Champion-Klasse wird man i.d.R. optimale Haltungsbedingungen und einen Züchter, der einem viele wertvolle Ratschläge geben kann, vorfinden. Aber manchmal auch Vögel, die in Inzucht (nicht zu verwechseln mit Linienzucht) gezüchtet wurden und deshalb oft anfälliger für Krankheiten sind. Hier muss man gezielt nachfragen.

Man kann sich oft einfach auf sein Gefühl verlassen. Wenn man sieht, dass ein Züchter äußerst liebevoll mit seinen Schutzbefohlenen umgeht, und wenn dabei die Haltungsbedingungen stimmen, ist das ein Indikator für gesunde Vögel.

Bitte um Ergänzungen oder weitere Überlegungen :gruebel:

2

Freitag, 13. Februar 2009, 18:44

Meine 1. Erfahrung mit Züchter war nicht so toll. War auf Fehmarn. Ich klingele, verlotteter Typ macht auf knurrt nur "ja?". Als ich ihm sagte, weshalb ich bei ihm sein, fragte er mich des öfteren, ob ich auch wirklich kaufen wolle! Fand das schon sehr komisch.

Bei den Wellis dann sehr viele gerupfte Piepser dort. Auf meine Frage ob die krank seien hieß es nein, aber das sind Renner. Mangels ahnung also nachgefragt und er erzählte mir wilde Geschichten.

Ich könne alle mitnehmen sagte er, gratis! Da ich aber nur 2 wollte kam der Spruch, "nimm alle und lasse die anderen unterwegs laufen!".

Habe eigentlich nur aus Mitleid 2 mitgenommen. Ringe bekamen die erst auf Nachfrage. Zu Hause angekommen habe ich mich im Internet schlau gemacht und nach einem Test kam raus, die haben PBFD!

Also die Geier fix via VWFD nach Bonn vermittelt. Dort sind sie in einem Schwarm kranker Piepser gelandet. Leider ist einer der Beiden schon verstorben, der andere ist aber quitschfidel und munter.

3

Donnerstag, 19. Februar 2009, 08:18

:wink:

Nachdem ich beim Kauf meiner ersten zwei Wellis auch an einen Züchter geraten bin, wo verheerende Zustände geherrscht haben. Gott sei Dank, wurde dieser zwangs geschlossen.

Macht für mich einen guten Züchter aus:

Anlage ist sauber und gepflegt.
Volieren und Brutkäfige sind groß genug.
Sieht die Hennen nicht nur als Brutmaschinen, läßt sie nicht auf Teufel komm raus xmal im Jahr Eier legen, das sie vor Erschöpfung sterben. Hauptsache er/sie hat Geld verdient.
Vögel machen einen guten Eindruck(Ernährungszustand und Allgemeinzustand).
Züchter kann fachkompetent beraten über Haltung; Ernährung usw.
Bietet weitere Betreuung auch nach dem Kauf an.

4

Donnerstag, 9. April 2009, 11:54

Ich handhabe das so:

- Anlage wird täglich sauber gemacht
- Tägliche Kontrolle in den Kästen
- Tierärztliche Versorgung
- Frisches Obst,Wasser und Körner

Beim Verkauf:

- Stehe ich für jede Frage zur Verfügung
-Erkläre viel
- Lasse den zukünftigen Vogelhalter, bei der Aufzucht der Jungen mitteil haben
- Besucher sind immer erwünscht
- Zeige alles
- Gebe Tipps bei Futter und TA
- Stehe gerne nach dem Kauf zur Verfügung