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Samstag, 1. November 2008, 11:00

Grundwissen zur Zucht

[size=3]Das Gelege[/size]

Die Befruchtung des Eies


Mit der Befruchtung einer Eizelle beginnt ein neues Leben. Die Henne sitzt auf einer Stange oder einem Ast mit durchgebogenem Rücken,dabei krallt sich der Hahn fest auf ihren Rücken.Dabei presst der Hahn die Kloake mehrmals gegen die der Henne, dabei werden Samen ausgestoßen und diese wandern den Eileiter hoch und können dabei den Ort der Befruchtung in weniger als 30 Minuten erreichen. Zwischen der Befruchtung und der Eiablage liegen ca. 24 - 48 Std. Um sicher zu gehen das ein Ei befruchtet ist muss der Tretakt ca. 50 Stunden vor der Eiablage stattfinden. Der Samenvorrat reicht für 4 Tage, somit können 2 Eier befruchtet werden. Die Samen können 3 Wochen im Eileiter der Henne leben.

Befruchtet Eier erkennt man indem man sie mit einer Schierlampe durchleuchtet. Wenn nachdem 3 Tag kleine Äderchen zusehen sind ist das Ei befruchtet. Wenn man nach einer Weile ein Gefühl für die Zucht bekommen hat erkennt man das auch an der Eifarbe. Unbefruchtet Eier sind meist hellrosa im Gegensatz zu den dunkel, weißen befruchteten Eiern.


[SIZE=3]Die Eiablage und Bebrütung der Eier[/SIZE]

Das Ei wird ca. 24 - 48 Std. im Bauch der Henne produziert. Sie legt die Eier im Abstand von 2 Tagen in die Nistmulde, diese befindet sich im Nistkasten. Jedes Gelege hat 4-6 Eier, wobei auch mehr Eier gelegt werden könne, dies ist keine Seltenheit mehr. Das Küken entwickelt sich innerhalb 18 ( +/- 1 Tag) Tagen im Ei. Sollte das Küken nach 18 Tagen ( +/- 1 Tag) nicht schlüpfen, kann es entweder sein,dass das EI nicht befruchtet war oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch oder zu niedrig war. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit trocknet der Embryo im Ei aus , bei zu hoher Luftfeuchtigkeit ertrinkt das Jungtier im Ei. Die Henne fängt gleich nachdem legen des 1. Eies mit dem bebrüten der Eier an. Sie hält ihre Eier 18 Tage lang warm ,das heißt sie sitzt die ganze Zeit auf den Eiern, bis auf zum Kot absetzen oder zum Fressen. Wenn es dann endlich soweit ist, dass das Küki schlüpft. Pickt das Küken die Eischale mit dem Eizahn auf. Bis das Küken sich entgültig aus dem Ei gepellt hat kann es einige Stunden dauern.

[size=3]Die Küken[/size]

Nach 18 Tagen Entwicklung im Ei ist es dann endlich soweit. Das erste Küken erblickt das Licht der Welt! Wellensittichküken schlüpfen nackt und blind. Diese "Blase" am Hals des Jungvogels ist der sogenannte Kropf, hier her kommt das Futter.



[SIZE=1]Kurz nach dem Schlupf[/SIZE]

In den ersten Tagen werden die Küken von der Henne mit Kropfmilch gefüttert, dies produziert die Henne kurz vor dem Schlupf der Küken. Kropfmilch ist eine zähflüssige gelbliche Substanz. Nach und nach sprießen kleine Daunen und auch die ersten Federkiele mit ca. 9 Tagen haben die Küken ihre Augen offen.



Die Küken werden immer agiler und wollen mehr und mehr ihre Umgebung kennenlernen.



Zwischen dem 8-10 Tag sollten die Küken beringt werden,da in Deutschland Ringpflicht besteht. Siehe Psittacoseverordnung.


[SIZE=1]Offene Ringe[/SIZE]



Nach ca. 5 Wochen werden die Küken flügge,das heißt sie verlassen so langsam den Kasten und nehmen das erste Mal selbstständig Nahrung zu sich, dennoch werden sie von den Eltern zu gefüttert.



Nach ca. 7-8 Wochen können sie, wenn sie alleine Fressen, abgegeben werde.

[size=3]Nistkästen[/size]

Wellensittiche sind Höhlenbrüter, das heißt sie brauchen eine dunkle Höhle oder Ecke zum Brüten. Durch die Dunkelheit werden die Hormone angeregt. Im Inneren des Nistkastens muss eine Nistmulde vorhanden sein, diese soll verhindern das die Eier hin und her rollen und das die Küken später keine Spreitzbeinchen bekommen. In den Nistkasten sollte man Nagereinstreu füllen, ca. 0,5-1 cm hoch, damit wenn die Küken geschlüpft sind ihre Beinchen nicht verkoten.

15 x 15 x 25 cm ( LxBxH)

Das sind die Maße eines Nistkastens, das Einflugsloch sollte c. 5 cm groß sein.

[size=3] Brutboxen oder Kolonienbrut?[/size]

Es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten Wellis brüten zu lassen:

- Kolonienbrut

- Zuchtboxen

Man muss wissen was man möchte. Wenn man nach Farbschlägen züchten möchte sollte man am Beste in Zuchtboxen tun.

Die Zuchtboxengrößen sind unterschiedlich und hängt davon ab, ob der Nistkasten von außen befestigt wird oder mit in der Zuchtbox untergebrachte ist. Bei der Größe der Zuchtbox ist darauf zu achten, dass ein Wellensittich seine flügel ohne Probleme ausstrecken kann. Das heißt die Breite sollte mindestens 30cm sein, denn ein Wellensittich hat eine Spannweite von 22 cm dazu wird noch 4 cm Sicherheitsabstand auf jeder Seite gerechnet. Bei diesen Maßen sollte der Nistkasten außen angebracht sein. außerdem sollten zwei verschiedene Sitzstangen in der Box vorhanden sein. Die Stangen sollten mindestens so dick sein das die Krallen des Wellis die Stange nur 2/3 umschließt. Des Weiteren sollte eine von beiden Stangen Quadratisch sein.


[SIZE=1]www.standartwellensittichzucht-lenk.de[/SIZE]



Die quadratische Form hat den Vorteil, dass sich die Henne bei der Begattung besser festhalten kann. Der Abstand zwischen den beiden Stangen sollten 30 - 34 cm betragen, damit der Wellensittich seine Flügel zum Flug öffnen kann. Damit die Begattung unproblematisch abläuft müssten die Stangen 13 cm von der Wand entfernt sein. Also eine gesamt Länge von 60 - 64 cm. Die Höhe ist nicht so wichtig, 30 - 40cm reichen aus.


[SIZE=1]www.standartwellensittichzucht-lenk.de[/SIZE]

Bei der Kolonienbrut kann der Züchter nicht beeinflussen welche Farbschläge gezüchtet werden, da ein Hahn auch gerne einmal fremdgeht, wenn seine Henne auf ihren Eiern sitzt. Man sollte immer doppelt so viele Nistkästen in der Voli hängen wie Paare vorhanden sind, Hennen neigen dazu sich um einen Nistkasten zu streiten und diese Streiterein können bltuig enden. Man sollte auch nur festverpaarte Wellensittiche in der Voli lassen, da die unverpaarten Wellensittiche sonst die Brut nur stören würde. Die Kolonienbrut ist die natürlichste Art, die Wellensittiche brüten zu lassen.

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Freitag, 7. November 2008, 14:19

Das Wellensittichei

Das Ei bietet dem Küken alles was es bis zum Schlupf benötigt. Die Schale ist mit vielen kleinen Poren versehen, durch diese bekommt das Küken ständig Sauerstoff aus der Luft. In dem Ei befinden sich 2 Eihäute, diese stoßen am stumpfen Ende des Eies zusammen und bilden die Luftkammer. Im Inneren ist das Eiklar, in dem das Dotter schwimmt. Die Dotterkugel wird durch die Eiklrastränge in der Mitte des Eies gehalten. Auf ihr ist, wenn das Ei befruchtet ist, die kleine Keimscheibe erkennbar, daraus entsteht im Laufe der Zeit der Jungvogel. Das entstehende Küken nährt sich von der Dotterkugel. Diese enthält viel Fett und Eiweiß. Wasser bekommt der Jungvogel durch das Eiklar.



[SIZE=1]Bildquelle: http://home.versanet.de/~wellishomepage/index.htm[/SIZE]

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Freitag, 9. Januar 2009, 13:22

Hallo,

ich habe mal Eifutter gemacht und hier die Anleitung:

Zutaten:
- 1 Ei
- etwas Traubenzucker (Pulver)
- Nach belieben Obst/Gemüse
-> Reich für ca. 4 Paare <-

Ich habe diesmal Apfel genommen, weil meine das sehr gerne fressen.

Den Apfel in kleine Stücke schneiden


Das Ei hart kochen


Gut abkühlen lassen


Schälen ;)


Das Ei gut mit dem Apfel verrühren und zerkleinern


Sieht doch lecker aus ;)


Dann eine Prise Traubenzucker drüber und vermischen,vorsicht nicht zu viel.


Portionieren, ich mache das so das ich pro Paar 1 TL nehme, hier für 2 Paare.


Dazu "Servier" ich immer noch Frischfutter,heute Kiwi und Apfel


Und dazu immer noch das normae Körnerfutter.

Man könnte auch das gekaufte Eifutter nehmen ;)